Über die Vorteile einer smarten Ladestation

Eine intelligente Wallbox – was heißt das eigentlich?

10.2.2022
  • Wissen, Privat, Laden
‚Intelligent’ oder auf Englisch ‚smart‘ ist ein Attribut, das für viele Dinge verwendet wird: z.B. für die Uhr, den Fernseher, natürlich das Telefon und sogar für ganze Häuser. Was hat es mit dieser Eigenschaft der Intelligenz bei alltäglichen Gegenständen auf sich? Und noch wichtiger: Was bedeutet ‚smart‘ bei einer Wallbox? Hier gibt es die Antworten.
Eine Garage mit PV-Anlage am Dach, mit der eine KEBA-Wallbox betrieben wird.

Intelligente Geräte – was bedeutet das?

Wenn ein technisches Gerät oder ein ganzes System aus technischen Vorrichtungen wie ein Haus als smart oder intelligent bezeichnet wird, ist damit seine Fähigkeit zur Interaktion gemeint. Ein Gerät oder eine Komponente arbeitet also nicht isoliert für sich, sondern potenziell in Abstimmung mit anderen. Die Smartwatch interagiert mit dem Smartphone, das Smartphone mit Servern auf der gesamten Welt und die Steuereinheit im Smarthome verarbeitet Daten von Stromzählern, von Windmesser sowie Lichtsensoren und Temperaturfühlern zu Steuerimpulsen z.B. für Rollladen und Heizung. Vernetzbarkeit und die Fähigkeit zu bidirektionaler Kommunikation sind also die primären Eigenschaften intelligenter Geräte.

Was macht eine intelligente Wallbox aus?

Überträgt man die Idee der Kommunikation auf Wallboxen, muss man zunächst feststellen, dass im Grunde jede Ladestation klug ist – zumindest ein bisschen. Schließlich kommunizieren alle Wallboxen mit dem Auto (wenn auch nur sehr eingeschränkt) und pumpen nicht einfach stur Strom in den Akku, egal, was dieser verträgt. Von einer wirklich intelligenten Wallbox spricht man aber nur dann, wenn sie auch in der Lage ist, sich mit anderen Systemkomponenten (z.B. einer PV-Anlage) oder Steuergeräten (z.B. anderen Wallboxen) auszutauschen. Diese Kommunikation findet entweder per LAN-Kabel statt, über Funknetzwerke (WLAN) oder mittels gängiger Mobilfunkstandards.

Wann brauche ich eine intelligente Wallbox?

Smartness nützt nichts, wenn man sie nicht benötigt. So gibt es Anwendungsfälle, in denen eine intelligente Ladestation kaum Sinn macht. Hier ist z.B. eine a-series-Wallbox von KEBA eine gute Wahl, um einfach und sicher zu laden. Doch schon im Fall der Parallelnutzung mehrerer elektrischer Verbraucher mit hohem Energiebedarf wie Sauna, Wärmepumpe und Herd sorgt eine smarte Wallbox in Verbindung mit einem Hausverbrauchsmesser (Energiezähler bzw. Energy Meter) dafür, dass der Hausanschluss nicht überlastet wird, weil auch das Auto am Strom hängt. Die Ladestation drosselt dann die Ströme oder stoppt den Ladevorgang vorübergehend. Das schafft Sicherheit.

Steigen die Anforderungen weiter, kommt man um eine intelligente Wallbox gar nicht herum: Sollen Verbräuche verschiedenen Nutzern (womöglich auch mit mehreren Fahrzeugen) genau zugeordnet oder zwischen dienstlichen und privaten Ladestopps unterschieden werden, braucht es eine Nutzererkennung (meist über eine RFID-Karte) mit angeschlossener Weitergabe der Informationen zu den einzelnen Charging Sessions an ein Webinterface. Um z.B. Strom aus PV-Überschuss direkt in den Fahrzeugakku fließen zu lassen, ist eine Verbindung zum Energie-Management-System (EMS) notwendig. Und müssen in einem Ladeverbund – wie in größeren Wohngaragen oder Parkhäusern – Ladeströme temporär gedrosselt oder sollen ungleich verteilt werden, geht das auch nicht ohne smarte Wallboxen. Ein solches Lastmanagement setzt Intelligenz voraus.

Smart only – bei Firmen und im öffentlichen Bereich

Die Beispiele haben es bereits deutlich gemacht: In gewissen Bereichen kommt man um smarte Wallboxen nicht herum. Im gesamten kommerziellen Kontext, angefangen von Ladestationen auf dem Firmengelände bis hin zu zahlungspflichtigen Ladepunkten bei Hotels oder an öffentlichen Parkplätzen, ist eine Einschränkung des Zugangs wichtig wie auch eine eindeutige Abrechenbarkeit. Hinzu kommt bei größerer Ladeinfrastruktur der Schutz vor einem Black Out, also einer Überlastung des Hausanschlusses, durch die Reduzierung von Ladeströmen sowie die optimale Nutzung der Standzeiten (vor allem in der Nacht) durch dynamisches Lastmanagement.

Zukunftssicher: intelligente Wallboxen auch im Privatbereich

Jedoch auch im privaten Bereich lohnt sich die Investition in eine smarte Wallbox. Warum? Auch wenn es heute auf dem eigenen Dach noch keine PV-Anlage o.ä. gibt – schon morgen kann es so weit sein. Eine Wallbox von KEBA hält viele Jahre und wird ständig (sowie kostenfrei) mit Software-Updates für künftige Anforderungen fit gehalten. D.h., der einmalige Griff zu einer intelligenten Ladestation – dazu gehören alle KEBA-Wallboxen der c-series oder x-series – kann dauerhaft Geld sparen. Hinzu kommen weitere Vorteile wie die Update-Fähigkeit via Web-Backend oder sogar over-the-air, die bequeme Überwachung von Verbräuchen und die Gewissheit, auch für kommende Entwicklungen gut gerüstet zu sein.


 

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